Aktuelles


Aus Anlass des Website-Relaunchs sprach die Projektmitarbeiterin und Historikerin Anna Lux in der Sendung "Corso" im Deutschlandfunk u. a. darüber, warum Filme, Romane, Popmusik nicht nur unterhalten, sondern auch ein großes Potential für Geschichte Verstehen haben. Das Gespräch finden Sie hier.

 

Jonas Brückner, Mitarbeiter im Projekt, skizziert in seinem Interview mit Deutschlandfunk Kultur populäre Musik als ein bisher unterschätztes Medium der Erinnerungskultur, ein Medium zudem, in dem Wende- und Nachwendezeit eher skeptisch gesehen werden.

 

Einen guten Einblick in die Arbeit unseres Projektverbundes (ergänzt um einige unserer musikalischen Besten) gibt ein einstündiges Radiofeature aus dem letzten Herbst anlässlich unserer Auftakttagung "Erbe 89. Politisierung der Erinnerung – Deutungsversuche und Erklärungsansätze". Hören Sie gerne rein!

 

Und ganz neu: Anna Lux im Gespräch mit der Sängerin von "Brockdorff Klang Labor" in der Sendung "Mrs Pepsteins Welt" beim Leipziger Radiosender "Radio Blau". Dazu gab's viel Musik! Den Link dazu finden Sie hier.

Still aus dem Video zu dem Song "1989" der Leipziger Band "Brockdorff Klang Labor", erschienen auf der Platte "Die Täuschung der Welt" (2012)

Funde, Sammlungen, Analysen


 

1989 ist ein Jahr voller historischer Ereignisse, zugleich ist '89' eine Chiffre. Sie steht für friedliche Revolution und Montagsdemonstrationen, für Mauerfall und als Wegbereitung für die deutsche Einheit 1990. '89' ist zugleich ein höchst umstrittener Erinnerungsort, der verknüpft ist mit sehr unterschiedlichen und konkurrierenden Erinnerungen. Und nicht zuletzt ist '89' jüngst zu einem politischen Kampfbegriff geworden, wobei vor allem von rechts der Versuch einer Aneignung dieses "umkämpften Erbes" erfolgt (siehe Hartmann/Leistner 2019). 

 

'89' nimmt jenseits aller konkurrierender Deutungen als demokratischer und nationaler Erinnerungsort eine zentrale Rolle in der historische-politischen Bildungsarbeit und der staatlichen Erinnerungskultur ein, etwa im Rahmen von Jubiläen. Doch wie wird '89' jenseits dieser traditionellen Bildungs- und Gedächtnisinstitutionen thematisiert? Konkret in Medien und Formaten, die breitere und diverse Bevölkerungsgruppen erreichen und die ebenfalls unsere Deutung von Geschichte beeinflussen? Wie wird '89' also in Spielfilmen, Serien oder Romanen erinnert? Welche Rolle spielen Wende- und Nachwendezeit in Comics, auf Instagram, im Schlager oder Rap?

Unsere Website gibt Antworten und bietet einen Überblick über die vielfältige Repräsentation von 1989 in der populären Geschichtskultur. Entlang der Kategorien Musik, Digitales, Film und Literatur organisieren wir hier das recherchierte Material, betten es in ihre jeweiligen Kontexte ein und liefern erste Analysen.

 

Unsere Seite wird kontinuierlich ergänzt. Aktuell liegt der Schwerpunkt auf der Thematisierung von '89' in der Musik. Eine erste Schneise ins Material schlägt Jonas Brückner in seinem Beitrag "Vom Ende der Geschichte zu den vielen Geschichten. 30 Jahre 89/90 in Pop und Punk". Eine Playlist mit ausgewählten Songs finden Sie bei SpotifyAußerdem finden Sie einige Empfehlungen aus dem Netz zum Thema (v. a. Podcasts und Insta-Accounts). 

 

Damit unser Projekt weiter wachsen kann, freuen wir uns über Hinweise und Ergänzungen, gern hier oder per Mail an info@89goespop.de. Zudem können Sie uns gern bei Instagram folgen.

 

Unsere Website ist Teil des BMBF-Forschungsverbunds "Das umstrittene Erbe von 1989", eine Zusammenarbeit zwischen dem Historischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg/Breisgau und dem Institut für Kulturwissenschaften an der Leipziger Universität. 






"89 goes Pop" ist Teil des BMBF-Verbundprojekt "Das umstrittene Erbe von 1989"

Weitere Informationen unter www.erbe89.de