DDR und ostdeutsche Erfahrungsräume in der fiktionalen Literatur. Von 1989 bis kurz vor Jetze

von Jonas Brückner, Freiburg/Br.

 


Bei dem folgenden Beitrag handelt es sich um einen bearbeiteten Auszug aus dem Artikel „Brüche, S-Bahn-Surfen, Neuanfänge Populäre Repräsentationen von ,’89/’90ʻ“, erschienen im Sammelband „Das umstrittene Erbe von 1989. Zur Gegenwart eines Gesellschaftszusammenbruchs“, herausgegeben von Alexander Leistner und Monika Wohlrab-Sahr im Böhlau-Verlag 2022.


Sei es kultur- und gesellschaftspolitisch, medial oder in der Wissenschaft, das jüngst vergangene 30-jährige Jubiläumsjahr zum politischen Umbruch in der DDR 1989/1990 bewies: Die Debatte um das „Erbe 89“ erfreut sich einer außerordentlichen Lebendigkeit. Dieses Wiederaufflammen drückt sich auch in der künstlerisch-kulturellen Auseinandersetzung mit dem Erbe der DDR, ihrem Ende und den Folgen in der ost- und gesamtdeutschen Transformationsgesellschaft aus. Während Zeitzeug*innen ihre persönlich-biographischen wie kollektiven Erfahrungen neu befragen, nutzen zunehmend auch jüngere Menschen diese Möglichkeit, um die Bedeutung des politischen Umbruchs und spezifisch ostdeutsche Erfahrungsräume zu erkunden.

Darüber hinaus ist inzwischen genug Zeit vergangen, auch die Kulturproduktion der Wende und Nachwendezeit im Lichte ihres zeitgeschichtlichen Kontextes neu zu betrachten. Dieser Artikel widmet sich im Feld der künstlerisch-kulturellen Auseinandersetzung mit „89ff.“ speziell der fiktionalen Literatur. Ausgangspunkt des Beitrags sind Fragen wie: Wer sind die Urheber*innen der Werke, die sich mit , ’89/’90‘ auseinandersetzen? Welche Geschichtsbilder drücken sich in diesen Werken aus (und welche nicht)? Welche Trends gibt es in Bezug auf die eingenommenen Perspektiven und Stoffe? Der Beitrag betrachtet zunächst überblicksartig die zwischen 1989 und 2020 erschienene Werke. Im Anschluss werden die Fragen entlang des Romans „Superbusen“ von Paula Irmschler exemplarisch diskutiert.

 

 

Die 1990er Jahre

 

Im Bereich der Literatur erscheinen in den 1990er Jahren “nur“ etwa zwei Dutzend Werke im Themenfeld Veröffentlichungen im ersten Jahrzehnt nach dem politischen Umbruch stammen vor allem von eher lebensälteren und bereits in der DDR etablierten Schriftsteller*innen. Alter und Status der hier veröffentlichenden Autor*innen könnten ein Indiz dafür darstellen, dass mittlere und jüngere Jahrgänge stärker oder anders von den Transformationsschocks der unmittelbaren Nachwendezeit getroffen wurden, dass die literarische Bearbeitung des politischen Umbruchs mithin zunächst ein Tätigkeitsfeld der „alten Hasen“ darstellte.

Diese erste Phase ist entsprechend geprägt von erzählerischen Perspektiven, die sich häufig kritisch bis resigniert dem Untergang der DDR, der Umbruchszeit selbst, dem Einigungsprozess und Verlusterfahrungen widmen [1]. Dabei werden in der fiktionalen Literatur bereits früh Reflexionen über eine „spezifische Eigentümlichkeit“ der Ostdeutschen angestellt [2] und teilweise schon längere Linien des Lebens in der DDR und in Ostdeutschland nach 1989 mitthematisiert. Beispiele sind Stefan Heyms „Auf Sand gebaut. Sieben Geschichten aus der unmittelbaren Vergangenheit“ (1990) oder Christa Wolfs „Medea. Stimmen“ (1996). Hinzu kommen erste literarische Auseinandersetzungen mit mentalen und sozialen Problemlagen der unmittelbaren Nachwendezeit, etwa bei Brigitte Burmeisters „Unter dem Namen Norma“ (1994) oder Helga Königsdorfs „Im Schatten des Regenbogens“ (1993).

 

Die 2000er Jahre


Ab den 2000ern sind die Veröffentlichungen im Themenfeld von einer deutlichen quantitativen Ausweitung sowie Diversifizierung der betrachteten Zeiträume und Sujets geprägt. Diese Entwicklung geht einher mit einer zunehmend stärkeren Beteiligung von Autor*innen der Geburtenjahrgänge ab den 1960er Jahren. Es zeigt sich nun der Trend zu einer weniger emotionalisierenden, eher historisierenden und analytisch-rationalen Verarbeitung des Umbruchs, wenngleich dessen Thematisierung als „Unbegreiflichkeit“ erhalten bleibt [3].

Dabei kann angenommen werden, dass eine gewisse zeitliche und damit auch „epische Distanz“ [4] zu den Umbruchereignissen notwendig war, bevor diese in einem zahlenmäßig größeren Umfang wie auch einer anderen Tiefe bearbeitet werden konnten.

Diese Distanzen konvergierten freilich mit einer anderen biographischen Perspektive auf die Umbruchszeit der nun veröffentlichenden Autor*innen, die 1989/1990 tendenziell als junge Erwachsene erlebt haben. Eine typische Erscheinungsform in dieser Phase der literarischen Verarbeitung ist der „Generationenroman“, in dem einerseits historische Aufarbeitungen wie andererseits Identitätsfragen in Bezug auf die (post-)sozialistische Gesellschaft anhand von familiären Generationenfolgen reflektiert werden. In den Blick geraten hier teilweise transgenerationale Auseinandersetzungen mit der Geschichte der DDR bis zu deren Ende und bis in die Nachwendezeit, die weniger den Umbruch 1989/1990 selbst, sondern die langen Linien hin zu dieser Entwicklung und darüber hinaus beschreiben. Diese langen Linien stellen sich in den untersuchten Werken überwiegend in der diachronen Dimension dar, also einer Erzählperspektive, die die ungleichzeitige Verknüpfung von zwei oder mehr Generationen betrachtet [5]. Ein frühes Beispiel für eine so angelegte Erzählung ist Christoph Heins „Landnahme“ (2004), später folgten zum Beispiel Maxim Leos „Haltet euer Herz bereit“ (2009) oder Regina Scheers „Machandel“ (2014).

Ein weiterer Trend in der Zeit ab der Jahrtausendwende besteht in der deutlich autobiographisch beeinflussten Auseinandersetzung mit Kindheit und Jugend in der späten DDR, mit dem Umbruch 1989/1990 und der frühen Nachwendezeit. Beispiele für den Fokus auf die häufig als relativ sorglos und weitestgehend „normal“ beschriebene Kindheit in der späten DDR wie auch den generell „unbeschwerten“ Zugang zu ihrem persönlichen Erbe [6] sind etwa „Mein erstes T-Shirt“ (2001) von Jakob Hein oder „DJ Westradio. Meine glückliche DDR-Jugend“ (2007) von Sascha Lange. Werke, die die Umbruchserfahrung selbst aus jugendlicher Perspektive betrachten, sind etwa Robert Ides „Geteilte Träume. Meine Eltern, die Wende und ich“ (2007) oder Peter Richters „89/90“ (2015).

 

Die 2010er Jahre bis kurz vor Jetze


Zunehmend in den Blick geraten auch Werke, die in unterschiedlichen Akzentuierungen den Übergang von der späten DDR in die frühe Nachwendezeit erzählen, wobei dieser gesellschaftliche Übergangsprozess mit dem Entwachsen der Kindheit oder dem Erwachsenwerden der Protagonist*innen zusammenfällt. Clemens Meyer gehörte in diesem Zusammenhang mit „Als wir träumten“ (2006) zu den Vorreitern, und ab Mitte der 2010er Jahre kann man von einem regelrechten Trend auf diesem Gebiet sprechen. Zu nennen sind hier etwa Manja Präkels „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ (2017) oder Julia Schochs „Mit der Geschwindigkeit des Sommers“ (2018).

Dabei lässt sich feststellen: Die o.g. Erfahrungen eines unbeschwerten (jugendlichen) Lebens in der DDR oder die Entfaltungsmöglichkeiten in oder nach der Umbruchszeit spielen weiter eine Rolle. Umso länger der Umbruch 1989/90 jedoch zurückliegt, umso mehr werden solche Perspektiven durch Schilderungen prekärer Lebenslagen und Gewalterfahrungen in der Nachwendezeit wie darüber hinaus ergänzt, bzw. nehmen tendenziell eine bedeutendere Rolle in den Erzählungen ein.
Die sog. Wendeliteratur war schon seit 1989 von einer relativen Stetigkeit der Veröffentlichungen mit einem entsprechenden thematisch-stofflichen Bezug und einer Pluralität eingenommener Perspektiven geprägt [7]. Dabei verstärkt sich jedoch mit zunehmendem zeitlichen Abstand tendenziell der erzählerische Schwerpunkt auf Kontinuitäten über 1989/90 hinaus – zu Ungunsten von erzählerischen Verdichtungen eines „alles verändernden Bruchs“.

Während auch die Angehörigen der Jahrgänge mit eigener Lebenserfahrung in der DDR bis heute Werke im Themenfeld veröffentlichen, treten allmählich auch erste Autor*innen auf die Bühne, die die DDR nur noch als kleine Kinder erlebt haben oder nach ihrem Ende geboren wurden (aber aus in der DDR lebenden Familien stammen).

In augenscheinlicher Nähe zu persönlichen Erfahrungshorizonten werden dabei Spurensuchen in spezifisch ostdeutschen Gegenwarten angestellt. Dies geschieht etwa in direktem Bezug und mit Fokus auf eine DDR-Familienbiographie bei Paula Fürstenbergs „Familie der geflügelten Tiger“ (2016), hinsichtlich einer neuen Sichtbarkeit von Rechtsradikalismus in der sächsischen Provinz in Lukas Rietzschels „Mit der Faust in die Welt schlagen“ (2018) oder in Olivia Wenzels „1000 Serpentinen Angst“ (2020) als Erkundung von Erfahrungen des Schwarzseins und mit Rassismus, die zugleich komplex mit einer DDR-Herkunft verflochten werden.
Auch wenn sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt kaum sagen lässt, ob sich darin ein bedeutsamer Trend widerspiegelt, zeigt sich doch, dass spezifisch ostdeutsche Erfahrungsräume auch für die „Spät- und Nachgeborenen“ der DDR ein Thema zu bleiben scheint.

 

Beispiel Paula Irmschler „Superbusen“

 

Eine solche „Nachgeborenen“-Perspektive lässt sich anhand des 2020 erschienenen Romans „Superbusen“ der 1989 in Dresden geborenen Paula Irmschler veranschaulichen. Der Roman erzählt größtenteils rückblickend aus der Perspektive der Hauptprotagonistin, der ebenfalls aus Dresden stammenden Gisela, über einen Zeitraum vom Beginn ihres Studiums in Chemnitz 2010 bis hin zu den dortigen rechtsradikalen Ausschreitungen im Sommer 2018.
Während Giselas Studium eher ein Nebenschauplatz bleibt, nimmt die Handlung eine breite Perspektive der biographischen Entwicklung der Hauptfigur ein: von dem Verlassen der Heimatstadt, dem Ankommen und Hineinwachsen in ein neues Umfeld und der Etablierung einer neuen Normalität, die durch ein dichtes Wechselspiel zwischen emotionaler, sozialer und materieller Prekarität wie erfolgreicher Selbstbehauptung geprägt ist.

Bezüge zu ostdeutschen Erfahrungsräumen sind in der Erzählung vielfach präsent, zunächst in Form familiären Anekdotenerzählens über die DDR-Zeit, welches von Gisela jedoch als ritualisiert und teilweise befremdlich beschrieben wird. Ostdeutsche Erfahrungen entstehen für die Hauptfigur weniger im Rückgriff auf die historische Vergangenheit, sondern durch selbsterlebte Differenzerfahrungen, die bereits in der Kindheit beginnen. In der Grundschule habe sich ein „Wessimädchen“ [8] von den anderen etwa dadurch unterschieden, dass sie einen andersartigen Dialekt gesprochen und sich durch scheinbare Weltläufigkeit ausgezeichnet habe. Wenngleich Gisela damit durchaus einen Statusunterschied verbindet, deutet sie dies weniger als Ausdruck der (westdeutschen) Herkunft als vielmehr als erfolgreiches Entsprechen normativer Erwartungen an ein ‚anständiges Mädchen‘: „Alle bewunderten sie. Sie war irgendwie besser als alle anderen. Aber das war eher Zufall. Sie hatte blonde Locken, saubere Hefte und war wirklich klug“ [9].
An anderer Stelle zeigt sich eine weitere Differenzerfahrung, wenn die Hauptprotagonistin mit ihrer Band „Superbusen“ auf Tour geht und sie Station in westdeutschen Städten machen. Neben gewissermaßen gesamtdeutschen und ihnen vertrauten Codes und Praxen linker Subkultur stößt Gisela hier auf deutliche Unterschiede. Diese beginnen mit der schriftlichen „Debattenkultur“ auf den Toiletten und enden mit der Feststellung, dass linke Organisation im Osten eher von Pragmatismus und (notwendigerweise) von Zusammenhalt geprägt sei, während sie im Westen von hochdifferenzierten Lebensstilen zeuge „und viele Fettnäpfchen“ bereithalte [10].

Zusätzlich relevant im Sinne ostdeutscher Erfahrungsräume ist die erzählerische Herstellung einer „ostdeutschen Provinz“ in „Superbusen“. Dies drückt sich sehr anschaulich bereits zu Beginn des Romans in einer als zeitaufwendig und umständlich geschilderten Anreise per Bahn nach Chemnitz aus, die gleichsam zu einer Reise in die Vergangenheit wird. Diese, durch die mangelhafte Anbindung explizit gemachte, räumliche Randständigkeit der Stadt drückt sich auch in Statusunterschieden innerhalb Giselas politischen Kontexten aus: Mehrfach werden Personen aus den linken Szenen Berlins und Leipzigs als deutlich „hipper“, zum Teil auch besser organisiert beschrieben. In der Beschreibung der Protagonistin sind die beiden Städte immer wieder präsente Fluchtpunkte auch eines Lebens in Chemnitz, zugleich werden sie als durchaus ambivalent wahrgenommen. In Anspielung auf das Lied der Chemnitzer Gruppe Kraftklub wird dieses Verhältnis zunächst als trotzige Abwehr beschrieben: „Ich will nicht nach Berlin. Darüber waren wir uns alle einig anno 2012“ [11]. Allerdings wird die damit verbundene Frage nach ,Gehen oder Bleiben‘ im Zuge der Handlung zunehmend wichtiger, womit die Frage nach der ostdeutschen „Weggehgesellschaft“ [12] auch aus der Perspektive einer Nachgeborenen ein bestimmendes Thema bleibt.

Die im Roman dargestellten ostdeutschen Erfahrungsräume konstituieren sich also über eine doppelte Differenzerfahrung: Zum einen wird die ostdeutsche Provinz weniger über ihre territoriale Lage in den neuen Bundesländern, sondern eher als Kontrastfolie zu den groß- und größerstädtischen urbanen Zentren konstituiert. Auf der anderen Seite bleibt auch in der Lebenswelt von der ‚Nachgeborenen’ Gisela die ,klassische‘ Unterscheidung in Ost und West von Belang – wenngleich diese nicht als das Gefühl von Unterlegenheit oder Dominiertwerden daherkommt, sondern im Ton nüchterner Feststellung unterschiedlicher Lebensrealitäten.

Relevant in der Deutung des Romans hinsichtlich der Bezüge zur DDR, des politischen Umbruchs und entsprechender Erfahrungsräume ist nicht zuletzt, dass eben jene gar nicht im Mittelpunkt stehen. Die in den Beispielen genannten Verweise auf ostdeutsche Erfahrungsräume sind zwar mehr als nur, einer Stimmung oder einem gewünschten Sound geschuldetes, Beiwerk. Sie stellen vielmehr einen wichtigen Teilaspekt der geschilderten Lebenswelt dar – jedoch nicht als ein zentrales, die Identität bestimmendes Bezugsfeld. Im Mittelpunkt stehen vielmehr Aspekte weiblicher Emanzipation, etwa die sozialen Beziehungen im Freundinnenkreis, Frauen in politischen- und Musikszenen, Zwänge, Ängste und Möglichkeiten, die mit Schwangerschaft und Mutterschaft verbunden sind, oder Kämpfe mit Körpernormen, insbesondere „fat shaming“ [13]. Ostdeutsche Erfahrungsräume sind also, wie geschildert, relevant, zugleich aber ein Aspekt unter vielen. Dies kann als durchaus typisch für künstlerische Werke vor allem jüngerer Autor*innen mit familienbiographischen Bezügen zur DDR gedeutet werden.

 

Und Jetze?


Paula Irmschlers Roman steht in spezifischer Weise stellvertretend für einen Trend der Pluralisierung von Themen, Perspektiven und Aneignungsweisen in der kulturell-künstlerischen Auseinandersetzung mit dem politischen Umbruch von 1989/1990 und ostdeutschen Erfahrungen. Während Erzählungen eines ungebrochenen Erfolgsnarrativs des Umbruchs um „Freiheit“ und „Einheit“ in der Kulturproduktion (insbesondere im Film) nicht verschwinden, waren diese in Literatur und Musik noch nie besonders prägend. Andererseits gewinnen seit etwa zehn Jahren in allen Mediengattungen Perspektiven an Bedeutung und vor allem Sichtbarkeit, die sowohl Brüche als auch lange Linien und insgesamt die vielfältigen Ambivalenzen des Umgangs mit DDR(-Herkunft) und dem ostdeutschen Transformationsprozess herausstellen.
Das Potential der kulturell-künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex liegt insbesondere darin, den öffentlichen Diskurs weg von einheitsdeutschem Schulterklopfen wieder stärker an divergente Lebens- und Erfahrungsrealitäten ganz unterschiedlicher Menschen zurückzubinden. Und wie man bei „Superbusen“ sieht, heißt das in manchen Fällen auch, dass ‚Ostdeutschland’ vielleicht nur ein Thema unter anderen ist.


Fußnoten

 

[1] Vgl. Wehdeking, Volker (2015): Die DDR in der Literatur nach der Friedlichen Revolution. In: Hans-Joachim Veen (Hg.): Das Bild der DDR in Literatur, Film und Internet. 25 Jahre Erinnerung und Deutung. Böhlau, S. 28 sowie Gabler, Wolfgang (2011): Diskurs der Unbegreiflichkeit. Zur Geschichte der Wenderomane, In: Raj Kollmorgen, Frank Th. Koch/Hans L. Dienel (Hg.): Diskurse der deutschen Einheit. Kritik und Alternativen. Verlag für Sozialwissenschaften, S. 175.

[2]  Gabler 2011, S. 170f.

[3]  Ebd., S. 184.

[4]  Wehdeking 2015, S. 30f.

[5]  Bernhard Jahn zitiert nach Bach, Susanne (2017): Wende-Generationen/Generationen-Wende. Literarische Lebenswelten vor dem Horizont der Wiedervereinigung. Universitätsverlag
Winter, S. 30.

[6] Wehdeking 2015, S. 50.

[7] Vgl. zur Übersicht Bach 2017, S. 21ff.

[8] Irmschler, Paula (2020): Superbusen. Claassen, Berlin, S. 34.

[9] Ebd., S. 34.

[10] Ebd., S. 209.

[11] Ebd., S. 27.

[12] Kowalczuk, Ilko-Sascha (2019): Die Übernahme. Wie Ostdeutschland Teil der Bundesrepublik wurde. C.H. Beck, S. 152.

[13] Dabei weisen ostdeutsche Geschlechterverhältnisse und -rollen wie auch entsprechende Emanzipationsvorstellungen eine durch die DDR geprägte Spezifik auf (vgl. etwa Fulbrook, Mary (2010): Ein ganz normales Leben. Alltag und Gesellschaft in der DDR. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, S. 160ff.). Auch wenn „Superbusen“ selbst das nicht zum Thema macht, könnte
sich das durchaus im Subtext der Erzählung widerspiegeln.

"89 goes Pop" ist Teil des BMBF-Verbundprojekt "Das umstrittene Erbe von 1989"

Weitere Informationen unter www.erbe89.de