hingeschaut.

Hier erscheinen in loser Folge Texte und Analysen zum Thema.


„Die Bodenständigen“ als eine Spezifik ‚des Ostens’?

Anna Lux im Gespräch mit Barbara Thériault, Online Buchmesse 2020

In ihrem Buch »Die Bodenständigen« veröffentlicht die franko-kanadische Soziologin Barbara Thériault Feuilletons, in denen sie dem Alltäglichen auf der Spur ist. Ihre Beobachtungen in Erfurt und Mitteldeutschland führten die Autorin mitten hinein in die „nüchterne Mitte der Gesellschaft“, ihre Orte, Zusammenkünfte, Lebenseinstellungen. Der Blick ‚von außen’ ermöglicht es ihr dabei, mehr zu sehen, als die Menschen ihr erzählen. Selbstverständliches wird sichtbar, und die „Bodenständigen“ gewinnen in diesem Mosaik aus Texten und Beobachtungen an Kontur.

Vom Ende der Geschichte zu den vielen Geschichten. 30 Jahre "89/90" in Pop und Punk

ein Beitrag von Jonas Brückner, Freiburg/Breisgau, 2020

Ist die ‚Friedliche Revolution’ eigentlich noch Konsens? Verstärkt ab dem 25-jährigen Jubiläum 2014 und im Zuge des jüngsten Gedenkens kaum noch überhörbar mehren sich die Stimmen, die eine Erzählung vom Umbruch 1989/90 als eine reine Erfolgsgeschichte so nicht stehen lassen wollen. Neben, unter und jenseits der lange Zeit öffentlich dominierenden Erzählung vom Mut des demokratischen und selbstbestimmten Aufbegehrens gegen den Autoritarismus des Staatssozialismus und dem Glücksfall der deutschen Wiedervereinigung gab und gibt es schon immer Stimmen, die dieses Bild ergänzen und differenzieren. Populärkulturelle Werke waren dabei in den letzten 30 Jahren stets Ausdruck und Impulsgeber [...]


"89 goes Pop" ist Teil des BMBF-Verbundprojekt "Das umstrittene Erbe von 1989"

Weitere Informationen unter www.erbe89.de